Der Videotext tat es auch nicht, zumindest meistens nicht. Und wenn, dann gab es soviele Sonderzeichen auf der Seite, dass man nix erkennen konnte. Lösung war eine kleine Neukompilierung einer Library von MythTV, Anleitung siehe hier: http://forum.ubuntuusers.de/topic/mythtv-mythbuntu-teletext-und-teletext-untert/#post-2373252
Leider ist die dort verlinkte Seite nicht mehr gültig, so dass ich nicht mehr weiß, wie man MythTV kompilieren muss (bzw. wie man das configure am besten aufruft) :-( Außerdem war ich zu feige, um das komplette MythTV auszutauschen - habe alss nicht "sudo make install" am Ende aufgerufen, sondern nur die entsprechende lib ausgetauscht.
Jetzt funktioniert der Videotext auf jeden Fall, leider ist er relativ klein, bedeckt nur ca. 1/4 des kompletten Bildschirms. Insgesamt muß ich aber sagen, daß sich mit Videotext entweder niemand groß beschäftigt oder aber es funktionieren bei allen anderen ohne Probleme. Man findet nämlich kaum Sachen im Internet dazu. :-(
Montag, 25. Januar 2010
Samstag, 23. Januar 2010
Tuning
Immer wieder gibt es bei uns Ruckler im Bild. Das kommt daher, dass irgendwann die Synchronisierung von Ton und Bild nicht mehr passt und dann ein wenig vom Bild weggeschnitten wird - ein Sprung eben. Deswegen mußte ich mich mal ein wenig mit der Performance des Systems auseinandersetzen.
Prinzipiell können diese Buffer overruns (so heißen dann die Meldungen im Frontend-log) an sehr vielen Sachen liegen. Letztendlich muss beim Fernsehen das Backend die Infos der TV-Karte auf die Platte schreiben und das Frontend von der Platte lesen und das Mpeg2-Format dekodieren und anzeigen. Als erstes habe ich mich auf diesen Artikel gestürzt: http://www.mythtv.org/wiki/Optimizing_Performance
Ausprobiert habe ich von diesem Artikel die Realtime Threads und ein Rumprobieren mit den Wiedergabeprofilen (Playback Profiles) im Setup des Frontends. Außerdem habe ich eine neue schnelle Festplatte (eine Western Digital mit 1,5TB) gekauft, war ein Tipp aus einem Forum. Nun liegt das eigentliche System auf der älteren 80GB-Platte, während die Aufnahmen auf der neuen, schnelleren Platte landen. Solch eine Architektur ist auch aus Backup-Gründen zu empfehlen. Zuerst habe ich dort auch das ext4-Dateisystem gewählt, bin aber auf XFS umgestiegen (weil es dafür auch in dem verlinkten Artikel viele Tipps zu gab und es früher wohl auch die Standardempfehlung war). XFS kann von der Performance her gut mit großen Dateien umgehen, daher wollte ich es mal ausprobieren. Ob es wirklich was geholfen hat, kann ich allerdings nicht wirklich sagen. Ich könnte mir vorstellen, dass XFS schon besser für MythTV-Aufnahmen als ext3 ist, aber ext4 schien mir da genausogut zu sein. Naja, egal, jetzt war es eh schon drauf :-)
Was es jetzt von den ganzen Sachen wirklich gebracht hat, kann ich gar nicht sagen, ich würde auf die neue Festplatte und die Wiedergabeprofile (ich habe CPU+ genommen) tippen. Der absolute Königsweg ist aber wahrscheinlich, eine Grafikkarte mit VDPAU-Unterstützung zu haben (eine nvidia-Technik, die es erlaubt, Dekodierungsarbeit von der CPU auf die Grafikkarte abzuwälzen), hier eine Übersicht von Karten, die das können: http://www.mythtv.org/wiki/VDPAU#Supported_Cards
Mit VDPAU kann man dann auch HD schauen, ohne eine leistungsfähige CPU zu besitzen, bei mir ruckeln die entsprechenden Sender :-(
PS: Ach ja, noch ne Performance-Seite: http://www.mythtv.org/wiki/Troubleshooting:Prebuffering_pause
Prinzipiell können diese Buffer overruns (so heißen dann die Meldungen im Frontend-log) an sehr vielen Sachen liegen. Letztendlich muss beim Fernsehen das Backend die Infos der TV-Karte auf die Platte schreiben und das Frontend von der Platte lesen und das Mpeg2-Format dekodieren und anzeigen. Als erstes habe ich mich auf diesen Artikel gestürzt: http://www.mythtv.org/wiki/Optimizing_Performance
Ausprobiert habe ich von diesem Artikel die Realtime Threads und ein Rumprobieren mit den Wiedergabeprofilen (Playback Profiles) im Setup des Frontends. Außerdem habe ich eine neue schnelle Festplatte (eine Western Digital mit 1,5TB) gekauft, war ein Tipp aus einem Forum. Nun liegt das eigentliche System auf der älteren 80GB-Platte, während die Aufnahmen auf der neuen, schnelleren Platte landen. Solch eine Architektur ist auch aus Backup-Gründen zu empfehlen. Zuerst habe ich dort auch das ext4-Dateisystem gewählt, bin aber auf XFS umgestiegen (weil es dafür auch in dem verlinkten Artikel viele Tipps zu gab und es früher wohl auch die Standardempfehlung war). XFS kann von der Performance her gut mit großen Dateien umgehen, daher wollte ich es mal ausprobieren. Ob es wirklich was geholfen hat, kann ich allerdings nicht wirklich sagen. Ich könnte mir vorstellen, dass XFS schon besser für MythTV-Aufnahmen als ext3 ist, aber ext4 schien mir da genausogut zu sein. Naja, egal, jetzt war es eh schon drauf :-)
Was es jetzt von den ganzen Sachen wirklich gebracht hat, kann ich gar nicht sagen, ich würde auf die neue Festplatte und die Wiedergabeprofile (ich habe CPU+ genommen) tippen. Der absolute Königsweg ist aber wahrscheinlich, eine Grafikkarte mit VDPAU-Unterstützung zu haben (eine nvidia-Technik, die es erlaubt, Dekodierungsarbeit von der CPU auf die Grafikkarte abzuwälzen), hier eine Übersicht von Karten, die das können: http://www.mythtv.org/wiki/VDPAU#Supported_Cards
Mit VDPAU kann man dann auch HD schauen, ohne eine leistungsfähige CPU zu besitzen, bei mir ruckeln die entsprechenden Sender :-(
PS: Ach ja, noch ne Performance-Seite: http://www.mythtv.org/wiki/Troubleshooting:Prebuffering_pause
Freitag, 15. Januar 2010
Fernbedienung
Da man ja nicht mit der Tastatur fernsehen will und bei der S2-3200 eh eine Fernbedienung dabei war, galt es nun, diese einzurichten. Dieser Kampf hat mich insgesamt ca. 2 Wochen gekostet und ich war auch nahe davor aufzugeben. Egal. Ausgangspunkt war dieser Artikel im Ubuntuuser-Wiki: http://wiki.ubuntuusers.de/lirc . Folgende Schritte sind nötig, um die FB unter Mythbuntu 9.10 zum Laufen zu bringen:
PS: Es gab während der Zeit schon lustige Effekte (zumindest von der heutigen Sichtweise - damals fand ich es nicht ganz so witzig): Wenn man das mit der HAL nicht weiß, dann klaut diese Schicht die Signale der FB und versucht diese zu interpretieren. Das Ergebnis war bei mir, dass nur wenige Tasten funktioniert haben, u.a. die Nummern-Tasten, allerdings versetzt um den Faktor 2. Wenn man also die "1" drückte, machte die HAL eine "3" daraus! ;-)
- Zuerst muß die HAL dazu gebracht werden, die FB zu ignorieren. Dazu muss in der Datei /usr/share/hal/fdi/preprobe/20thirdparty/lirc.fdi dieses zusätzliche Device eingetragen werden:
<device>
<match key="info.product" contains_ncase="Budget-CI dvb ir receiver saa7146">
<merge key="info.ignore" type="bool">true</merge>
</match>
<device> - Dann muß das V4L-DVB-Modul des Kernels um eine Zeile Code ergänzt und kompiliert werden. Details finden sich unter http://forum.ubuntuusers.de/topic/tote-tasten-auf-meiner-fernbedienung-tt-s2-32. Das liegt daran, dass Technotrend teilweise ältere FBs mit der S2-3200 ausliefert. Wenn man diesen Schritt nicht macht, hat man Tasten auf der FB, die nicht funktionieren und das Syslog mit Meldungen der Art "Unknown Key" vollmüllen.
- Mit inputlirc habe ich zwar etwas rumgespielt, aber nur bevor ich den Schritt 2 entdeckt habe. Kann also sein, dass man nur noch inputlirc installieren muss und glücklich ist. Ich bin aber den manuellen Weg gegangen; so schwer bzw. aufwendig ist der auch nicht. Also: inputlirc deinstallieren (wenn nötig), den Lirc-Dämon stoppen ( sudo /etc/init.d/lirc stop), eine hardware.conf in /etc/lirc erstellen/anpassen. Dafür muss man mit cat /proc/bus/input/devices herausbekommen, welches event die FB ist (bei mir war es event5), so dass das Verzeichnis, an dem die Signale ankommen, /dev/input/event5 ist. Also, einfach die hardware.conf und die lircd.conf aus dem Thread von Schritt 2 nehmen und in der hardware.conf das event an das eigene anpassen.
- Mit "irw" testen, ob alle Tasten funktionieren. Wenn nicht, muss man die FB selber anlernen. Dabei hilft das Programm irrecord. Der Aufruf könnte bspw. lauten: "sudo irrecord -H devinput -d /dev/input/event5 /etc/lirc/lircd.conf". Dabei muss man den Tasten Namen geben (z.B. KEY_VOLUME_UP) und dann die entsprechende Taste auf der FB drücken.
- Aus dem Thread in Schritt 2 die mythtv-Datei nehmen, in /home/USERNAME/.lirc kopieren und Lirc wieder starten: "sudo /etc/init.d/lirc start".
- Im MythTV-Frontend in die Konfiguration gehen und in den allgemeinen Einstellungen bei LIRC-Server-Socket /var/run/lirc/lircd eingeben (ist so in der hardware.conf eingestellt). Anschließend sollte man die FB in MythTV nutzen können.
- Zusätzlich sollte noch irexec -d bei jedem Systemstart gestartet werden: "Applications" - "Einstellungen" - "Sitzung und Startverhalten". In der mythtv-Datei gibt es nämlich einen Eintrag, der beim Drücken der "Power"-Taste der FB den Rechner herunterfährt. :-)
PS: Es gab während der Zeit schon lustige Effekte (zumindest von der heutigen Sichtweise - damals fand ich es nicht ganz so witzig): Wenn man das mit der HAL nicht weiß, dann klaut diese Schicht die Signale der FB und versucht diese zu interpretieren. Das Ergebnis war bei mir, dass nur wenige Tasten funktioniert haben, u.a. die Nummern-Tasten, allerdings versetzt um den Faktor 2. Wenn man also die "1" drückte, machte die HAL eine "3" daraus! ;-)
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